ACP in der Presse

Arbeitskreis Christlicher Publizisten


ACP in der Presse


N A C H R I C H T E N

 

idea e.V. Evangelische Nachrichtenagentur Pressedienst vom 03. Februar 2019 Nr. 028

 

 

Arbeitskreis Christlicher Publizisten: Inseln der Hoffnung schaffen

Auf der Jahrestagung wurde der langjährige ACP-Vorsitzende verabschiedet

Kassel (idea) – Christen sollten dazu beitragen, gesellschaftliche Fehlentwicklungen zu

korrigieren – durch Engagement und Gebet. Dazu haben Referenten auf der Bundestagung des „Arbeitskreises Christlicher Publizisten“ (ACP) am 2. Februar in Baunatal bei Kassel aufgerufen.

Nach den Worten des früheren Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Werner Münch

(Freiburg), hängen viele Probleme der Gesellschaft damit zusammen, dass die Menschen heute nach totaler Freiheit strebten und Werte auflösten. Sie pflegten einen „Egokult“ und klammerten dabei Gott aus. Ein Beleg für diese Entwicklung sei für ihn das Gender-Mainstreaming. Die Anhänger dieser Ideologie strebten, so Münch, nach der Auslöschung der Identität von Mann und Frau: „Es gilt ausschließlich das Lustprinzip.“ Diese Sicht verstoße aber gegen das christliche Menschenbild, so der Katholik. Ebenso verhalte es sich bei der „Ehe für alle“. Münch zeigte sich besorgt, dass die Entwicklung noch weiter gehen könnte „in Richtung Mehrfachehen oder Geschwisterehen“. Er kritisierte ferner eine Frühsexualisierung in Kindergärten und Schulen, wo Kinder viel zu früh mit der „sexuellen Vielfalt“ konfrontiert würden. Besorgt zeigte er sich auch im Blick auf die Abtreibungspraxis in Europa, die immer stärker als „Menschenrecht“ propagiert werde. Das führe auch dazu, dass Behinderte keinen Platz in der Gesellschaft mehr hätten. Das zeige sich besonders drastisch beim Bluttest auf das Downsyndrom. Rund 90 Prozent aller Kinder mit dem Verdacht auf eine Fehlentwicklung würden in Deutschland bereits jetzt abgetrieben. Doch trotz dieser Entwicklung gebe es Hoffnung, wenn Christen sich stärker in die Gesellschaft einbrächten. Er rief zudem dazu auf, für Veränderungen zu beten: „Wir brauchen authentische Christen – Menschen die im Glauben fest verwurzelt sind.“ Feuer könne man nur entfachen, „wenn man selber brennt“. Münch trat 2009 aus der CDU aus. Er begründete seinen Schritt mit der „Profillosigkeit der CDU in der Bundespolitik“

 

„Christen sind auf dem Spielfeld“

Ähnlich äußerte sich auch der Ehrenpräsident der Johanniter-Unfall-Hilfe und frühere

Generalinspekteur der Bundeswehr, General a. D. Hans-Peter von Kirchbach (Potsdam). Er rief dazu auf, sich als Christen dafür zu engagieren, „das Elend der Welt erträglicher zu machen“: „Wir können die Welt nicht verändern. Aber wir können Inseln der Hoffnung schaffen.“ Zur Begründung verwies er auf ein biblisches Motto: „Suchet der Stadt Bestes“ (Jesaja 29,7). Dazu gehöre ehrenamtliches Engagement: „Christen sind auf dem Spielfeld, nicht auf der Zuschauertribüne.“ Wie von Kirchbach weiter sagte, sollten Christen Patrioten sein, die ihr Vaterland liebten. Sie dürften aber keine Nationalisten sein, die andere Länder herabsetzten.

 

Schüler können immer weniger

Kritik am deutschen Schulsystem übte Oberstudiendirektor Josef Kraus (Ergolding), der 30 Jahre lang bis 2017 als Präsident den Deutschen Lehrerverband leitete. Die Schüler könnten immer weniger. Das sprachliche Ausdrucksvermögen sei bei vielen nur noch rudimentär. Die Zahl der Rechtschreibfehler habe sich in in den vergangenen drei Jahrzehnten fast verdoppelt. Es mangele an zeitgeschichtlichem Wissen: „Wer nichts weiß, muss alles glauben.“ Das Bildungssystem leide unter den Spätfolgen der „68er Pädagogik“, der Gleichmacherei und der Vermeidung von Anstrengungen.

Damit Deutschland weltweit nicht den Anschluss verliere, sei eine Renaissance des

Leistungsprinzips nötig. Dazu gehöre auch eine Elitenbildung und sowie eine

Erziehungsoffensive der Eltern, so Kraus.

 

 

Wechsel an der ACP-Spitze: Friedrich Wolf folgt auf Heinz Matthias

Mit der Veranstaltung verabschiedete der Arbeitskreis Christliche Publizisten seinen Gründer und langjährigen Vorsitzenden, den Journalisten und Lehrer Heinz Matthias (Niedenstein bei Kassel). Der 92-Jährige hatte den Verein 1971 gegründet.

Der ACP setzt sich für eine „angemessene Publizierung von biblischen Denk- und Handlungsweisen in den Massenmedien“ ein. Er wendet sich dagegen, die biblische Botschaft zu politisieren oder zu verwässern.

Matthias besuchte nach eigenen Angaben über 700-mal Rundfunkanstalten und interviewte für die alle drei bis vier Monate erscheinende Zeitschrift des ACP 250 Prominente, darunter Altbundeskanzler Helmut Kohl (1930–2017), den ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter und den früheren sowjetischen Staatspräsidenten Michail Gorbatschow. Nachfolger von Matthias wurde sein bisheriger Stellvertreter, der 71-jährige Elektroingenieur Friedrich Wolf (Aalen). Wolf bekräftigte, dass sich am ACP-Kurs nichts ändern werde. Matthias werde sich auch weiterhin um die Zeitschrift

(Auflage 7.000) und um die Vorbereitung der Konferenzen kümmern.

 

(idea/03.02.2019)