Aus der Christenheit


Arbeitskreis Christlicher Publizisten


Aus der Christenheit


Peter Hahne: Ein Anschlag auf die Pressefreiheit



Am 15. November 2017 beschloss die EKD-Synode in Bonn, idea als einzigem evangelischen Medienwerk die bisherige Subvention in Höhe von 132.000 Euro für 2018 und 2019 drastisch zu kürzen und ab 2020 ganz zu streichen. Dazu ein Kommentar des Fernsehmoderators und Bestsellerautors Peter Hahne.


Ausgerechnet im Lutherjahr: Gefälligkeitsjournalismus per Geldhahn statt Freiheit eines Christenmenschen. Und das in Bonn, der Stadt unseres Grundgesetzes, das nach der Hitler-Diktatur Presse- und Meinungsfreiheit zum Menschenrecht erklärte. Ich fasse es nicht! Dass idea der jährliche 132.000-Euro-Zuschuss gestrichen wurde, betrachte ich als feigen Anschlag auf die Pressefreiheit. Feige, weil noch nicht einmal eine wirkliche Begründung geliefert wurde. Feige, weil die einzige (!) „Gegen“-Stimme eine Enthaltung war. Feige, weil man viele derer, die ihre Hand gegen die Meinungsfreiheit erhoben, überhaupt erst dank idea kennt. Tausende treuer Kirchensteuerzahler wissen über die EKD-Synoden Bescheid, weil idea ausführlich darüber berichtet – seit Jahrzehnten mit einem kleinen, unterbezahlten, engagierten Team, das nicht in Luxushotels logieren kann.


Die EKD zeigt ihr wahres Gesicht


Über 20-mal habe ich erlebt, wie es beim Thema „idea-Zuschuss“ auf den Synoden knallte. Immer wieder gab es Stimmen, die das Geld streichen wollten. Immer wieder gelang es besonnenen Leuten wie dem (sozialdemokratischen) Präses Jürgen Schmude, das abzuwenden: „Die Vielfalt in der Publizistik muss gerade eine Volks-Kirche aushalten.“ Damit ist es jetzt vorbei! Die EKD zeigt ihr wahres Gesicht. Der Mainstream duldet niemanden, der den Gleichschritt stört. idea soll an die Kandare genommen und auf Linie gebracht werden, oder der Geldhahn geht zu. Offen wurde darüber seit langem von hochrangigen, auch evangelikalen Synodalen in den „asozialen Netzwerken“ debattiert. Auf der Synode kein Mucks dazu. Feige! Konsequent zu Ende gedacht: Ist der Synode eigentlich klar, in welcher Gesellschaft sie sich befindet? Für diese Art von „Pressefreiheit“ stehen Namen wie Orban oder Trump. Willkommen im Club!


Wie sich BILD verhielt, als es der „taz“ schlechtging


Geldentzug heißt Existenzbedrohung. Als die linke Tageszeitung „taz“ 2009 in finanzielle Turbulenzen kam, hat deren Erzfeind, der damalige BILD-Chef Kai Diekmann, spontan Geschäftsanteile gekauft, „um die Pluralität im Journalismus zu fördern“. So reagiert die „Welt“. Das fromme Gegenstück fand am kohlrabenschwarzen Mittwoch in Bonn statt. Orban statt Luther. Ich hätte nach 24 Synodenjahren nie gedacht, dass eine EKD, die sich auch noch „Kirche der Freiheit“ nennt, so tief sinken könnte.


Jetzt ist Solidarität gefragt


Nach dem Modell Diekmann/taz werden sich Demokraten unter Journalisten und Christen nun entschließen, die Arbeit von idea nachhaltig zu sichern. Das geht nur durch Taten. Jeder nach seinem Vermögen. Ich beginne mit 50.000 Euro. Ein Beitrag für Meinungsfreiheit ist mir lieber als für eine Organisation, die sie per Geldhahn abwürgen will.


Quelle: www.idea.de




Wer nach der Bibel lebt, kann sie verstehen


Krelingen Ideologien haben den Blick auf das Wort Gottes verstellt.

Die Bibel ist ein schwieriges Buch, das durch praktische Anwendung verständlich wird. Wer ihre Botschaft umsetzt, erfährt ihre Kraft. Diese Meinung vertrat der evangelikale theologe Prof. Rolf Hille (Heilbronn) auf einem Gemeindetag im Geistlichen Rüstzentrum Krelingen. Er ermutigte dazu, die Bibel aus sich selbst heraus zu verstehen. Der Protestantismus habe durch die Bibelkritik seine eigene Glaubensgrundlage infrage gestellt. Die Befreiungstheologie und eine tiefenpsychologische Auslegung hätten den Blick auf die eigentliche Botschaft der Bibel verstellt. Im Zentrum stehe die Versöhnung mit GOTT durch CHRISTUS, die zu einer "grundlegenden Erneuerung des Menschen und einer Hoffnung über den Tod hinaus" führe. Um diese Botschaft zu verstehen, sei es wichtig, sich im Leben darauf einzulassen.


Wie der Glaube vermittelt wird

Der Studienleiter des Geistlichen Rüstzentrums, Manfred Dreytza, sagte, dass der Glaube in den meisten Fällen durch andere Menschen, wie Eltern, Pfarrer und Freunde, vermittelt wird. Die Bibel trage die Kraft in sich, durch das Leben zu begleiten. Der Geschäftsführer der Stiftung Marburger Medien, Frieder Trommer (Marburg), rief vor den 400 Besuchern dazu auf, sich von GOTT gebrauchen zu lassen, um andere Menschen mit dem Evangelium zu erreichen.

(Quelle IDEA Spektrum)

Fake News und wir

Was kann man eigentlich noch glauben?

«Glauben Sie nicht alles, was im Internet steht», hat schon Albert Einstein gesagt – heisst es. Nicht erst seit Donald Trump wissen wir, dass Wahrheit und Wirklichkeit heute masslos verdreht werden kann. Aber ganz im Ernst: Was kann man noch glauben?

Wenn Sie ein Foto im Internet sehen, ist es überhaupt nicht sicher, ob das eine Wirklichkeit abbildet. Ganze Heere von Photoshoppern sind damit beschäftigt, die Wirklichkeit zu schönen. Und wenn man Trump glaubt, sind ebensolche Heere von Journalisten dabei, dieselbe Wirklichkeit falsch darzustellen. Natürlich falsch in seinem Sinne.

Krise des Vertrauens

Es ist völlig verständlich, wenn sich Menschen heute weltweit fragen, was man eigentlich noch glauben kann. Denn glauben müssen wir. Unsere Gesellschaft ist auf Vertrauen aufgebaut. Wenn Ihre Worte nicht mehr zuverlässig sind, wird bald einmal jede Art von Beziehung unmöglich. Denn ich weiss nicht, ob ich Ihnen vertrauen kann. Wie haben Sie das eben jetzt noch gemeint?

Wenn es um die «letzten Fragen» geht – Lebenssinn, Herkunft, Zukunft –, wird die Sache nicht einfacher. Wie viele Religionen, Philosophien und Lehren wollen uns den Sinn des Lebens erklären! Ich verstehe es völlig, wenn viele – letztlich verwirrt und fragend – in der Luft hängen und nicht wissen, was und wem sie glauben sollen.

Wenn Sie im Moment in dieser Situation sind: Eigentlich sind es zwei Sachen, die zusammen kommen müssen, damit wir glauben und vertrauen können, eine objektive und eine subjektive Seite.

Die objektive Seite

Wenn wir an eine Lehre oder jemanden glauben sollen, muss dieser «Glaubens-Gegenstand» irgendwie vertrauenswürdig sein. Logisch. Es muss passen. Der gesunde Menschenverstand darf nicht allzu fest strapaziert werden. Und doch muss es etwas sein, das einen auf gute Art herausfordert. Ich möchte mein Leben nicht auf Banalitäten bauen. «Wir sind für die Ewigkeit gemacht», sagt die Bibel sinngemäss. Darum ist «tue recht und scheue niemand» schon gut, aber da fehlt eine ganze Dimension, damit es eine tragende Kraft haben kann. Wenn ich an jemand oder etwas glauben soll, muss es die Frage des Leides, des Bösen, des Glücks und der Zukunft so erklären, dass es befriedigend ist und sich mit der Wirklichkeit deckt.

All das finden Sie im Evangelium und im weiteren Sinn in der Bibel: eine Erklärung der grossen Fragen unseres Lebens, die wirklich Hand und Fuss hat. Ein grosser Bogen, eine Geschichte, in der ich mich wiederfinde und die mir Sinn gibt. Nicht nur eine Erklärung des Bösen, sondern auch wie es gelöst und überwunden wird. Hoffnung – es kommt gut (schlussendlich). 

Dabei ist die Bibel nicht immer einfache Lektüre. Dieser Gott, der sich uns da vorstellt, hat auch seine dunklen Seiten, die uns verborgen sind. Etwas vom Wichtigsten an der Bibel ist eben, dass hier keine schöne menschlich gewünschte Religion projiziert und produziert wird – gerade die Ecken und Kanten der Bibel sprechen für ihre Wahrheit.

Die subjektive Seite

Vertrauen ist immer eine Entscheidung. Ich kann das Dafür und das Dawider abwägen, aber irgendwann muss ich nicht einfach sagen «Richtig oder Falsch», sondern «Ja oder Nein». Ich entscheide mich, diesem Menschen oder dieser Wahrheit zu vertrauen.

Glaube ist zwar kein blinder Sprung – dazu sind die Fakten und die Grundlagen zu klar und vertrauenswürdig. Aber es ist ein Schritt. Auf die Bibel bezogen heisst das: Ich vertraue, dass die Millionen von Menschen, die für diese Wahrheit seit Jahrtausenden gelebt haben und gestorben sind, nicht irgendwelchen Fake News aufgesessen sind. Ich vertraue, dass dieser Gott, der da auf jeder Seite des Buches zu mir spricht, Recht hat. Das ist kein einfacher Schritt, und man sollte es sich nicht leicht machen damit. Vor allem geht es ja um die Mitte der Bibel – die einmalige Person Jesus, mit dem die Menschheitsgeschichte ihre definitive Wende genommen hat. Bei ihm geht es um Liebe, Opfer, Vertrauen und Erlösung.

Das Spannende ist: wenn wir über diesen Jesus lesen, hören, reden, dann wächst in uns etwas, was uns in seine Richtung zieht. Er ist unglaublich "attraktiv" - das bedeutet, er zieht einen an. Und über blosse Religion oder kaltes Wissen hinaus kommt plötzlich etwas ins Spiel: Liebe. Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass Er seinen Sohn für sie aufs Kreuz legen liess. Und damit ruft er unsere Liebe als Reaktion hervor, die der eigentliche Kern des christlichen Glaubens ist.

Wer liebt, hat einen Boden unter den Füssen. Und darum lässt er sich nicht so leicht erschüttern, egal welche News auf ihn einstürmen. Und wer seine Knie vor Gott beugt, steht den vielen Göttern unserer Zeit aufrecht gegenüber. Heute, im Mai 2017, sind es weltweit mehrere Tausende von Menschen aus allen Religionen und Kulturen, die neu ihr Vertrauen auf diesen Jesus setzen. Und Sie?


Datum: 18.05.2017

Autor: Reinhold Scharnowski

Quelle: Livenet  www.life.de